Körperliche Präsenz im digitalen Zeitalter: Impulse aus der OSC
Die im Juni erschienene Ausgabe der Fachzeitschrift OSC (Organisationsberatung, Supervision, Coaching) widmet sich einem Thema, das für unsere Arbeit bedeutsam sein kann: der Dimension des Körpers in Veränderungsprozessen.
Die Beiträge beleuchten das Konzept des „Embodiment“ aus verschiedenen Perspektiven. Auch wenn Begriffe wie „Psychoneuroimmunologie“ oder „Transhumanismus“ im ersten Moment sehr theoretisch erscheinen, berühren sie im Kern eine hochaktuelle Fragestellung, die uns in der täglichen Praxis möglicherweise gerade öfter beschäftigt: Was macht unsere Begleitung als menschliche Coaches im Zeitalter von KI und Algorithmen unverwechselbar? Die Autorinnen und Autoren weisen pointiert auf unsere Verkörperung, das Erleben und die echte Resonanz im Raum hin.
Für den direkten Transfer in den Beratungsalltag empfehlen wir besonders den Blick auf folgende Beiträge:
Der Bezug zur Praxis: Ellen Flies beschreibt in einem konkreten Fallbeispiel, wie sich Embodiment und Emotionen in Führung und Coaching prozessual nutzen lassen (S. 275).
Ethische Orientierung: Thilo Leipoldt und Nadine Schneider diskutieren konkrete Leitlinien für den KI-Einsatz in der systemischen Organisationsberatung (S. 289). Dieser Artikel ist frei zugänglich.
Das menschliche Alleinstellungsmerkmal: Jonathan Passmore und Andy Nobes gehen der Frage nach, was uns als menschliche Begleiter gegenüber digitalen Systemen auszeichnet (S. 219).
Hinweise zum Zugang der Artikel
Die OSC wird vom Springer-Verlag herausgegeben. Für das Lesen der Beiträge müssen Sie das Heft nicht zwingend erwerben: Mehrere relevante Artikel dieser Ausgabe sind als Open Access freigeschaltet und können direkt auf der Verlagsplattform kostenfrei als PDF gelesen werden. Für die verbleibenden Hauptbeiträge ist ein entsprechender Verlags-Zugang oder der Einzelabruf erforderlich.